Ausstellung „Mythos Wald“ im Gasometer Oberhausen
2024 gab es im Gasometer Oberhausen die Ausstellung „Planet Ozean“ mit rund einer Million Besuchern. Genaueres über diese Ausstellung können Sie hier auf unserer Homepage nachlesen.
Zurzeit läuft im Gasometer die Ausstellung „Mythos Wald“. Diese Ausstellung ist m.E. sogar noch beeindruckender als es „Planet Ozean“ war. Auch dieses Mal ist der Besucherandrang groß, sodass man jetzt schon beschlossen hat, diese Ausstellung bis November 2027 zu verlängern.
Das Konzept, Tierpräparate der Wälder (z.B. das Skelett eines 11.500 Jahre alten Riesenhirsches, der hier einst gelebt hat) neben beeindruckende Fotos auf großflächigen, illuminierten Glasscheiben zu präsentieren (siehe Fotos in diesem Bericht), ist identisch mit der Ozean-Ausstellung. Allerdings sind die jedem Exponat zugeordneten Informationen kompakt und leicht verständlich formuliert, sodass man sich schnell aber tiefgründig informieren kann.
Highlight der Ausstellung ist ein 35 Meter hoher Baum, der mittels Lasertechnik den Jahreszyklus eines Baumes aufzeigt.
Wie in der „Planet Ozean“-Ausstellung werden zunächst preisgekrönte Fotografien und Videos (nicht mit KI erstellt) aus dem Leben der Wälder dieser Welt gezeigt. Dann werden aber auch die weniger schönen Dinge präsentiert, nämlich wie der Mensch die Vernichtung unserer Wälder vorantreibt.
Mich hat dabei ein Foto sehr betroffen gemacht. Es zeigt eine kleine Gruppe von Waldelefanten auf Sumatra, die durch einen abgeholzten Urwald irren. Dem Tode geweiht, weil es für sie keine Nahrung mehr gibt (siehe nächstes Foto).
Für mich ist es immer wieder unbegreiflich, wie wir Menschen mit unserem Überlebensraum, dem Raumschiff Erde, umgehen. Für ein paar Dollar/Euro Gewinn wird der Bestand der Menschheit hochgradig gefährdet.
Zitat eines indigenen Häuptlings: „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werden die Menschen begreifen, dass man Geld nicht essen kann!“
Unsere Natur ist unfassbar gut vernetzt und organisiert. Diese Ökosysteme sind komplexer als das World Wide Web. Schon mit minimalen Eingriffen des Menschen werden diese Ökosysteme nachhaltig beschädigt.
Ein Beispiel: Bäume kommunizieren mit anderen Bäumen und Lebewesen. Sie füttern die Pilze im Wald mit Zuckerlösungen, die sie mittels Fotosynthese mit ihren Blättern herstellen. Im Gegenzug versorgen die Pilze die Bäume mit Mineralien, die die Bäume zum Wachsen benötigen.
Über das Myzel (das Flechtwerk, das die Pilze unterirdisch verbindet) „sprechen“ Bäume miteinander und warnen sich vor Schädlingsbefall und Krankheiten. Bäume produzieren in diesen Fällen mehr und chemisch anders zusammengesetztes Harz, um sich zu schützen.
Der Schutz unseres Lebensraums fängt vor unserer Haustür an. In unserer Gegend gibt es größere Naturschutzgebiete, um diesen Lebensraum für uns und unsere Nachkommen zu erhalten. Trotzdem sieht man jeden Herbst viele Menschen, die in diesen Gebieten so gut wie jeden Pilz ausreißen. Zu allem Überdruss findet man dann an den Parkplätzen einen großen Teil dieser „Beute“ wieder, weil man sich dann doch nicht mehr so sicher war, ob die gesammelten Pilze essbar sind. Häufiger Kommentar bei Hinweis auf das Naturschutzgebiet: „Ich nehme doch nur ein paar Pilze mit!“ Wenn das aber viele so machen … (siehe auch unsere Berichte „Landschafts- und Naturschutzgebiete in unserer Region“ und „Es gibt noch nette Menschen“ auf dieser Internetseite …
Interessierten empfehle ich zwei Bücher:
„Mythos Wald“ Klartext-Verlag ISBN 9783837527643
„Das geheime Leben der Bäume“ Heyne Verlag ISBN 9783453280670
Die Ausstellung Mythos Wald wurde wegen der hohen Besucherzahlen noch bis zum 28.11.2027 verlängert.
Hier einige Links zu dieser Ausstellung: [Link] [Link] [Link]
Der Eintrittspreis beträgt 14,- € / Besucher von 6 bis 17 Jahren, Schüler, Studenten und Besucher über 65 Jahre 11,- €.
Die Adresse für das Navigationsgerät:
Arena Straße 11, 46047 Oberhausen. Kostenlose Parkplätze sind ausreichend vorhanden.
Matthias Dumpf für
(Dieser Bericht wurde nicht mittels KI generiert.)
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