Infos für Pilz-Liebhaber ...

Die Pilz-Saison ist im vollen Gange. Überall sieht man Menschen mit Körben, die in Wäldern, Wiesen und Heide auf der Suche nach Pilzen sind. Allerdings gibt es einiges zu beachten, wenn man nicht mit Gesetzen kollidieren und der Natur ernsthaften Schaden zufügen möchte …

Pro Tag und Person dürfen maximal 1 Kilo Pilze gesammelt werden.

  • Auf längere Sicht kann der (unsichtbare!) Pilzbestand durch häufige Trittverletzungen und zu geringen Nachwuchs aus Sporen – bedingt durch zu viel Entnahme von Pilzen – zurückgehen.
  • Insekten, Schnecken und andere Tiere, die sich regelmäßig von Pilzen ernähren, finden zu wenig Nahrung und erleiden Bestandrückgänge. „Unbeteiligte“ Pflanzen und Tiere werden durch intensives Betreten der Flächen unbeabsichtigt verletzt oder getötet. Ausgedehntes Verlassen der Wege beunruhigt viele Tiere.
  • Besonders Blindschleichen, Schlingnattern und die stark gefährdeten Kreuzottern befinden sich teilweise bereits jetzt schon in der Winterruhe. Ihr Stoffwechsel (Herzschlag) ist auf Sparbetrieb umgeschaltet, da die Tiere im Winterhalbjahr keine oder nur sehr wenig Nahrung finden. Nur so kommen sie mit ihren Fettreserven über die Wintermonate.
  • Werden diese Tiere in dieser Zeit gestört, ergreifen sie die Flucht, fahren dabei ihren Stoffwechsel wieder auf Normalbetrieb und drohen aufgrund des damit verbundenen Kalorienverbrauchs anschließend zu verhungern.
  • Restbestände der Kreuzotter in der Wacholder Heide sind aufgrund dieses menschlichen Verhaltens seit einigen Jahren bereits vom Aussterben bedroht. Übrigens: Der Biss der giftigen Kreuzotter ist für Hunde meist tödlich, für Kinder u.U. lebensgefährlich, für Menschen mehr als unangenehm!


Das Sammeln von Pilzen ist in Naturschutzgebieten ohne Ausnahme verboten. In unserer Region gehören dazu u.a. der Elmpter Schwalmbruch (entlang der Schwalm), die Wacholder Heide (rund um den Aussichtsturm) und das ehemalige Munitionsdepot Brachter Wald.

Laien sollten besser die Finger vom Sammeln lassen. Zu jedem essbaren Pilz gibt es ein giftiges Gegenstück, das häufig zum Verwechseln ähnlich aussieht. Ein gutes Beispiel dafür ist der Knollenblätterpilz – der ist besonders gefährlich, da erst einige Stunden nach dem Verzehr Vergiftungs-Symptome auftreten!

Hier noch zwei Links des Kreis Viersen zum Thema „Pilze sammeln“: [Link] / [Link]

Matthias Dumpf für

(Dieser Bericht wurde nicht mittels KI generiert.)

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